Welcome Manager Evangelische Stiftung Neinstedt
Die Harzregion in Sachsen-Anhalt wird spürbar mit dem Fachkräftemangel konfrontiert: Fachkraftstellen bleiben dadurch unbesetzt. Besonders stark sind hiervon z. B. Stellen im sozialen Bereich und im Handwerk betroffen. Die Evangelische Stiftung Neinstedt (ESN) bietet in Zusammenarbeit mit verschiedenen Projektpartner/innen zurzeit mehr als 60 Freiwilligenpositionen für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Diese Freiwilligendienste können die TeilnehmerInnen über eine Dauer von mindestens 6 bis maximal 18 Monaten in einem Tätigkeitsbereich der ESN absolvieren und auf diese Weise erste praktische Erfahrungen in der Betreuung von Senioren, Menschen mit Beeinträchtigung und Kindern sowie im Verwaltungsbereich sammeln. Mehr als 30 Prozent der Freiwilligen kommen aus dem Ausland und verfügen teilweise über Ausbildungs- und Studienabschlüsse. Diese internationalen Freiwilligen sind im Durchschnitt für mindestens 12 Monate in der ESN und verlängern den Freiwilligendienst im Anschluss, sofern dies möglich ist.
Die derzeit refinanzierten Betreuungsleistungen für die internationalen Freiwilligen sind begrenzt. Deshalb fehlt es an finanziellen Mitteln, um den Freiwilligen insbesondere eine Bleibeperspektive in der Harzregion (z. B. in Form einer Ausbildung, Anerkennung von Berufs- und/oder Studienabschlüssen, Unterstützung bei der Verlängerung einer Aufenthaltsgenehmigung) zu bieten und, lebens- und religionsbiografisch zu begleiten, den interkulturellen Austausch mit anderen Freiwilligen und der regionalen Bevölkerung und damit die gesellschaftliche Integration zu unterstützen.
Mit Hilfe der LEADER-Förderung soll die Personalstelle eines/r "Welcome Manager/in" in der ESN geschaffen werden, um die internationalen Freiwilligen über die Dauer des Freiwilligendienstes und im Anschluss bei der Integration in die Harzregion zu motivieren und zu unterstützen. Dabei sollen Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für internationale Fachkräfte aufgezeigt und Informationen über die rechtlichen Rahmenbedingungen bereitgestellt werden. Weiterhin sollen gezielte Begegnungsveranstaltungen durchgeführt werden, um den interkulturellen Austausch zwischen der regionalen Bevölkerung und den internationalen Freiwilligen zu fördern und einen beiderseitigen Bildungsprozess hinsichtlich interkultureller Kompetenz ermöglichen.